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Large Hadron Collider
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Der Large Hadron Collider (LHC, deutsche Bezeichnung Großer Hadronen-Speicherring)cite-ref-1[1] ist ein Teilchenbeschleuniger am EuropĂ€ischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf. In Bezug auf Energie und HĂ€ufigkeit der Teilchenkollisionen ist der LHC der leistungsstĂ€rkste Teilchenbeschleuniger der Welt. An Planung und Bau waren ĂŒber 10.000 Wissenschaftler und Techniker aus ĂŒber 100 LĂ€ndern beteiligt, es kooperierten hunderte UniversitĂ€tslehrstĂŒhle und Forschungsinstitute. Die maßgebliche Komponente ist ein Synchrotron in einem 26,7 Kilometer langen unterirdischen Ringtunnel, in dem Protonen oder Blei-Kerne gegenlĂ€ufig auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht werden. Die Experimente am LHC sind daher Colliding-Beam-Experimente.

Forschungsziele des LHC sind die Erzeugung und genaue Untersuchung bekannter und noch unbekannter Elementarteilchen und MateriezustĂ€nde. Ausgangspunkt ist die ÜberprĂŒfung des gegenwĂ€rtigen Standardmodells der Teilchenphysik. Besonderes Augenmerk liegt daher auf dem Higgs-Boson, dem letzten bei Betriebsbeginn noch nicht experimentell nachgewiesenen Teilchen des Standardmodells. DarĂŒber hinaus soll der LHC der Suche nach Physik jenseits des Standardmodells dienen, um möglicherweise Antworten auf offene Fragen zu finden. In der Regel werden die Kollisionsexperimente mit Protonen durchgefĂŒhrt, etwa wĂ€hrend eines Monats pro Jahr mit Blei-Ionen. Der Collider besitzt vier Kreuzungspunkte, an denen die beschleunigten Partikel zur Kollision gebracht werden können. Dort befinden sich vier große und zwei kleinere Detektoren, diese registrieren die Spuren der bei den Kollisionen entstandenen Partikel. Durch die große erreichbare Anzahl von Kollisionen pro Sekunde (hohe LuminositĂ€t) entstehen enorme Datenmengen. Diese werden mit Hilfe einer ausgeklĂŒgelten IT-Infrastruktur vorsortiert. Nur ein kleiner Teil der Daten wird mittels eines eigens aufgebauten, weltumspannenden Computernetzwerks zur Analyse an die beteiligten Institute weitergeleitet.

In den Experimenten wurde ab 2010 ein bisher nicht erreichbarer Energiebereich erschlossen. Ein wesentliches Ergebnis der bisherigen Experimente (Stand: April 2022) ist eine außerordentlich gute BestĂ€tigung des Standardmodells. Mehrere neue Hadronen wurden gefunden, ein Quark-Gluon-Plasma konnte erzeugt werden, und erstmals wurde beim Bs0-Meson die CP-Verletzung bei seinem Zerfall in Kaonen und Pionen beobachtet sowie sein extrem seltener Zerfall in zwei Myonen. Auch beim D0-Meson gelang der Nachweis einer CP-Verletzung. Als bislang grĂ¶ĂŸter Erfolg gilt der experimentelle Nachweis des Higgs-Bosons. Dies fĂŒhrte zur Verleihung des Nobelpreises fĂŒr Physik 2013 an François Englert und Peter Higgs.cite-ref-nobel-2-0[2]

Contents

‱ Geschichte
‱ Detektoren
‱ Datenanalyse
‱ Kosten
‱ Zukunft
‱ Weblinks
‱ Literatur

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Geschichte

| CERNs Beschleunigerkomplex | CERNs Beschleunigerkomplex |
|---|---|
| | |
| Liste der aktuellen Teilchenbeschleuniger am CERN | Liste der aktuellen Teilchenbeschleuniger am CERN |
| Linac 2 | Beschleunigt Protonen |
| Linac 3 | Beschleunigt Ionen |
| Linac 4 | Beschleunigt negative Wasserstoffionen |
| AD | Bremst Antiprotonen |
| LHC | Kollidiert Protonen oder schwere Ionen |
| LEIR | Beschleunigt Bleiionen |
| PSB | Beschleunigt Protonen oder Ionen |
| PS | Beschleunigt hauptsÀchlich Protonen |
| SPS | Beschleunigt unter anderem Protonen |

Der direkte VorlĂ€ufer des LHC war der bis zum Jahr 2000 betriebene Large Electron-Positron Collider (LEP). FĂŒr ihn war in den 1980er Jahren der Ringtunnel gebaut worden, in dem sich heute der LHC befindet. Die Möglichkeit der Weiternutzung des Tunnels, die beim LEP bereits in der Konzeption berĂŒcksichtigt worden war, war fĂŒr die Standortwahl des LHC ausschlaggebend. Die detaillierten Planungen fĂŒr den LHC begannen schon, als der LEP noch im Bau war.cite-ref-evans-3-0[3]cite-ref-4[4] Im LEP wurden Elektronen und Positronen, die zu den Leptonen zĂ€hlen, zur Kollision gebracht. Im LHC hingegen kollidieren Protonen oder Atomkerne, die zu den Hadronen zĂ€hlen. Daher rĂŒhrt der Name Large Hadron Collider.

In einer zehnjĂ€hrigen Planungs- und Vorbereitungsphase wurde geklĂ€rt, welche konkreten Fragen mit dem LHC untersucht werden sollen und ob ein Beschleuniger auf Basis von Supraleitung ĂŒberhaupt technisch realisierbar ist. Am 16. Dezember 1994 gab das CERN Council schließlich grĂŒnes Licht fĂŒr den Bau. ZunĂ€chst sollte die Energie, mit der die Protonen kollidieren, 10 TeV betragen und spĂ€ter auf 14 TeV erhöht werden. Nachdem mit Indien und Kanada auch Nichtmitgliedstaaten des CERN erklĂ€rt hatten, sich an der Finanzierung und Entwicklung des LHC und damit an seiner spĂ€teren Nutzung zu beteiligen, wurde im Dezember 1996 entschieden, auf den Zwischenschritt von 10 TeV zu verzichten und direkt 14 TeV in Angriff zu nehmen. Kooperationsabkommen mit weiteren Staaten folgten. 1997 lieferte das italienische Istituto Nazionale di Fisica Nucleare den ersten Prototyp der Dipolmagnete, ein erster erfolgreicher Test fand im Folgejahr statt. In diesem Jahr gaben auch die offiziellen schweizerischen und französischen Stellen ihre Zustimmung zu den erforderlichen Baumaßnahmen, die fĂŒr die neuen Kavernen der grĂ¶ĂŸten Detektoren nötig waren. Der Tunnelausbau begann Ende 2000 und konnte 2003 abgeschlossen werden. Binnen eines guten Jahres wurden 40.000 Tonnen Material aus dem Tunnel entfernt.cite-ref-geschichtelhc-5-0[5]

In den Jahren 1998 bis 2008 wurden kontinuierlich Tests an einzelnen Komponenten durchgefĂŒhrt und nachfolgend AuftrĂ€ge zur industriellen Fertigung vergeben. Parallel dazu wurden die Detektorsysteme zusammengesetzt und die Verbindung zu bereits vorhandenen Beschleunigern wie dem SPS hergestellt. Die Bauteile kamen aus der ganzen Welt, beispielsweise wurden die Drahtkammern fĂŒr den Myondetektor des ATLAS in mehr als einem halben Dutzend Staaten gefertigt.cite-ref-6[6] Das von Russland fĂŒr den CMS-Detektor gelieferte Messing stammt aus einem Abkommen zur RĂŒstungskonversion.cite-ref-7[7] 2006 war die Fertigung aller supraleitenden Hauptmagnete abgeschlossen, im Februar 2008 waren die letzten Bauteile des ATLAS an ihrem Bestimmungsort.cite-ref-geschichtelhc-5-1[5]

Die Vorarbeiten zur Datenverarbeitung fĂŒhrten 2001 zum Start des European DataGrid Project. Zwei Jahre spĂ€ter wurde eine Bestmarke fĂŒr den Datentransfer via Internet erreicht. Innerhalb einer Stunde wurde ein Datenvolumen von einem Terabyte vom CERN nach Kalifornien gesendet. Nach zwei weiteren Jahren war der Teilnehmerkreis des LHC Computing Grid bereits auf ĂŒber 100 Rechenzentren in ĂŒber 30 Staaten angewachsen.cite-ref-geschichtelhc-5-2[5]

Offizieller Start des Beschleunigerbetriebs am LHC war der 10. September 2008, als zum ersten Mal ein Protonenpaket den gesamten Ring umrundete. Doch ein technischer Defekt fĂŒhrte bereits nach neun Tagen zu einem einjĂ€hrigen Stillstand: Die Schweißnaht einer supraleitenden Verbindung hielt der Belastung nicht stand und zerstörte einen Heliumtank des KĂŒhlsystems, dessen Explosion wiederum einen der 30 Tonnen schweren Magnete um einen halben Meter verschob.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] Bei diesem „Quenchen“ gingen sechs Tonnen flĂŒssigen Heliums verloren, die betroffenen Magnete erwĂ€rmten sich sehr schnell um etwa 100 K.cite-ref-10[10] Nach Wiederinbetriebnahme am 20. November 2009 fanden drei Tage spĂ€ter in den Teilchendetektoren die ersten Proton-Proton-Kollisionen statt, weitere sechs Tage spĂ€ter erreichte der Protonenstrahl mit 1,05 TeV die Energie des Tevatrons, des bis dahin stĂ€rksten Teilchenbeschleunigers. WĂ€hrend des Winters 2009/10 wurden am Teilchenbeschleuniger Verbesserungen vorgenommen, die 3,5 TeV pro Strahl, also eine Schwerpunktsenergie von 7 TeV, erlaubten.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12] Am 30. MĂ€rz 2010 fanden erstmals Kollisionen mit dieser Energie statt. Alle Verantwortlichen zeigten große Zufriedenheit, so auch CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer:cite-ref-firstphysics-13-0[13]

“It’s a great day to be a particle physicist. A lot of people have waited a long time for this moment, but their patience and dedication is starting to pay dividends.”

„Heute ist ein großer Tag fĂŒr Teilchenphysiker. Viele Leute haben lange auf diesen Moment gewartet, doch nun beginnt sich ihre Geduld und ihr Engagement auszuzahlen.“

–

Rolf Heuer, Generaldirektor des CERN

Die folgenden anderthalb Jahre hindurch, unterbrochen nur durch eine planmĂ€ĂŸige Wartungspause im Winter 2010/11, konnten die Detektoren Proton-Proton-Kollisionen bei 7 TeV Schwerpunktsenergie untersuchen. Dabei wurde die ursprĂŒnglich geplante Zahl an Kollisionen dank stĂ€ndig verbesserter Strahlfokussierung ĂŒbertroffen.cite-ref-14[14] Der Betrieb im Protonenmodus wurde am 30. Oktober 2011 unterbrochen, um bis zum nĂ€chsten Wartungsstillstand im Winter 2011/12 eine kurze Phase mit Kollisionen von Bleikernen einzufĂŒgen.

slhcSchon vor Inbetriebnahme des LHC liefen Planungen fĂŒr weitere Verbesserungen nach einigen Jahren, diese Phasen wurden in Konzeptpapieren auch Super LHC (SLHC) genannt,cite-ref-slhc-15-0[15] spĂ€ter eher Run 2 bzw. Run 3. UrsprĂŒnglich sollte der LHC nach rund zweijĂ€hrigem Betrieb Ende 2011 in eine lĂ€ngere UmrĂŒstungsphase von 15 bis 18 Monaten gehen, um die bestehenden Verbindungen zwischen den Magneten auszutauschen und den Beschleuniger auf 7 TeV (Schwerpunktsenergie 14 TeV) vorzubereiten. Im Januar 2011 wurde jedoch entschieden, die Laufzeit vor der UmrĂŒstungsphase um ein Jahr zu verlĂ€ngern, bis Ende 2012. SpĂ€ter wurde dieser Termin auf Anfang 2013 verschoben. Der Grund fĂŒr die Entscheidung war die hervorragende Leistung des Beschleunigers im ersten Betriebsjahr, sodass Anzeichen neuartiger Teilchen schon nach dreijĂ€hriger Laufzeit zu erwarten waren,cite-ref-test-16-0[16] was sich mit der Entdeckung eines neuen Elementarteilchens, des Higgs-Bosons, bestĂ€tigte.

Vom 5. April 2012 bis 17. Dezember 2012 wurden wieder Proton-Proton-Kollisionen untersucht. Dabei konnte die Schwerpunktsenergie auf 8 TeV gesteigert werden.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Danach folgten erneut Kollisionen von Bleikernen und zusÀtzlich Kollisionen zwischen Bleikernen und Protonen.

Von Februar 2013 bis April 2015 befand sich der LHC in der ersten lĂ€ngeren UmrĂŒstungsphase, wĂ€hrend der der Beschleuniger fĂŒr eine Kollisionsenergie von 13 TeV vorbereitet wurde. Einige der supraleitenden Magnete wurden ausgetauscht und mehr als 10.000 elektrische Verbindungen sowie die Magneten wurden besser gegen mögliche Fehler abgesichert.cite-ref-19[19] Die höhere Kollisionsenergie wurde am 20. Mai 2015 erstmals erreicht.cite-ref-13tevkollisionen-20-0[20] Die Protonenpakete enthalten jetzt weniger Protonen als 2012, folgen jedoch im halben Abstand aufeinander.cite-ref-25ns-21-0[21] Bis Anfang November 2015 wurden Protonen, Ende November und Anfang Dezember erneut Bleikerne zur Kollision gebracht, ebenfalls mit einer höheren Energie als zuvor. Bei Proton-Proton-Kollisionen des Jahres 2016 wurde erstmals die DesignluminositĂ€t und damit die geplante Kollisionsrate erreicht. In den letzten vier Betriebswochen des Jahres 2016 wurden Kollisionen von Protonen mit Bleikernen durchgefĂŒhrt.cite-ref-bleikollisionen-22-0[22]

Auch im Winter 2016/17 wurde der LHC 17 Wochen lang instand gesetzt. Eine der supraleitenden Spulen wurde ausgetauscht (wofĂŒr das zur KĂŒhlung verwendete Helium abgelassen werden musste), und auch am Vorbeschleuniger Super Proton Synchrotron gab es Umbauten. Ziel fĂŒr das neue Betriebsjahr war unter anderem eine weitere Erhöhung der LuminositĂ€t. Von Mai bis November 2017 wurden wieder Daten gesammelt;cite-ref-restart2017-23-0[23] dabei konnte die Kollisionsrate auf das Doppelte des Designwerts gesteigert werden.cite-ref-endof2017-24-0[24] Die letzte Messkampagne lief ab 28. April 2018,cite-ref-restart2018-25-0[25] wieder seit Anfang November mit Bleikernen, bevor der Beschleuniger am 10. Dezember 2018 fĂŒr Umbauten zur weiteren Steigerung der LuminositĂ€t abgeschaltet wurde.cite-ref-ls2-26-0[26] Die LuminositĂ€t sollte durch die zweite große Umbaupause weiter gesteigert werden, dazu wurden auch die Vorbeschleuniger verbessert und die Kollisionsenergie auf 14 TeV gesteigert. Zudem wurden die inneren Detektoren von ALICE, CMS und LHCb ersetzt, um eine höhere Auflösung zu erhalten und um StrahlenschĂ€den in den Detektoren zu reduzieren. Die Wiederinbetriebnahme begann im FrĂŒhjahr 2021, ab MĂ€rz 2021cite-ref-27[27] liefen die Vorbereitungen fĂŒr den „Run 3“, ab 22. April 2022 liefen wieder Protonen im Ring.cite-ref-restart2022-28-0[28] Ende Oktober 2023 endete die Betriebszeit 2023,cite-ref-ende2023-29-0[29] erstmals nach fĂŒnf Jahren wieder mit Schwerionenkollisionen.cite-ref-gsi2023-30-0[30] In der am 8. April 2025cite-ref-april2025-31-0[31] begonnenen Betriebszeit soll erstmals auch die Kollision von Sauerstoff-Ionen erfolgen. Bevor die Betriebszeit im Dezember 2025 wieder pausiert, werden wieder Blei-Ionen untersucht.cite-ref-ende2025-32-0[32]

Aufbau, Betrieb und Funktionsweise

Beschleunigerring

Der LHC wurde in dem bereits vorhandenen Ringtunnel der EuropĂ€ischen Kernforschungsanlage CERN errichtet, in dem zuvor der Large Electron-Positron Collider bis zu dessen Stilllegung im Jahr 2000 installiert war. Neben dem Tunnel konnten zwei Detektorkammern des LEP weiter genutzt werden, lediglich die Kammern fĂŒr die Detektoren ATLAS und CMS mussten neu gebaut werden.cite-ref-evans-3-1[3] Die Tunnelröhre hat einen Durchmesser von etwa 3,80 Metern und einen Umfang von 26,659 Kilometern und liegt, mit einer leichten Neigung von 1,4 %, in 50 bis 175 Metern Tiefe.cite-ref-evans-3-2[3]cite-ref-leitf-33-0[33] Der Beschleunigerring ist nicht exakt kreisförmig, sondern besteht aus acht Kreisbögen und acht geraden Abschnitten.cite-ref-evans-3-3[3] Die grĂ¶ĂŸten Experimentiereinrichtungen und die Vorbeschleuniger befinden sich in Meyrin in der französischsprachigen Schweiz, der Kontrollstand befindet sich in Frankreich. Große Teile der Beschleunigerringe und einige unterirdische ExperimentierplĂ€tze befinden sich auf französischem Staatsgebiet.

Der LHC-Tunnel enthĂ€lt zwei benachbarte Strahlrohre, in denen zwei Hadronenstrahlen in entgegengesetzter Richtung umlaufen. Aus PlatzgrĂŒnden mussten beide Strahlrohre in einer gemeinsamen Röhre mit den Magneten und den KĂŒhleinrichtungen untergebracht werden.cite-ref-evans-3-4[3] Um Kollisionen der Teilchen zu ermöglichen, kreuzen sich die Strahlrohre an vier Punkten des Rings. Beim VorgĂ€nger, dem LEP, geschah dies noch an acht Stellen.cite-ref-evans-3-5[3] In den Strahlrohren herrscht ein Ultrahochvakuum, damit möglichst selten ein beschleunigtes Teilchen mit einem GasmolekĂŒl der Restluft zusammenstĂ¶ĂŸt. Dazu sind entlang des Rings 178 Turbomolekularpumpen und 780 Ionengetterpumpen installiert. Der Restdruck des Vakuums liegt bei 10−14 bis 10−13 bar (1 bis 10 nPa),cite-ref-evans-3-6[3] das entspricht etwa dem messbaren AtmosphĂ€rendruck auf dem Mond. Auch die Magnete und die Helium-Versorgungsleitungen sind von einem Vakuum zur Isolation umgeben, um den WĂ€rmefluss möglichst klein zu halten. Das Isoliervakuum der Magnete hat ein Volumen von etwa 9.000 Kubikmetern.cite-ref-34[34]

Der limitierende Faktor fĂŒr die erreichbare Energie ist die FeldstĂ€rke der Magnete, die fĂŒr die Ablenkung sorgen. Um weniger starke RichtungsĂ€nderungen bewirken zu mĂŒssen, wĂ€ren weniger gerade Sektionen und stattdessen lĂ€ngere, schwĂ€cher gekrĂŒmmte Bogensektionen im Ring besser gewesen. Aus KostengrĂŒnden wurde jedoch auf einen Tunnelumbau verzichtet. Die hochenergetischen Teilchen werden im LHC durch 1232 supraleitende Dipolmagnete aus Niob und Titan auf ihrer Bahn gehalten, die mittels StromstĂ€rken von 11.850 Ampere eine magnetische Flussdichte von bis zu 8,33 Tesla erzeugen.cite-ref-evans-3-7[3] Die StĂ€rke des Magnetfeldes in den Dipolen und die Frequenz des elektrischen Feldes in den beschleunigenden Hohlraumresonatoren werden stĂ€ndig der steigenden Energie der Teilchen angepasst. Um die Teilchenstrahlen fokussiert zu halten und um die Kollisionsrate bei der Kreuzung der beiden Strahlen zu erhöhen, kommen 392 ebenfalls supraleitende Quadrupolmagnete zum Einsatz. Die Magnete werden in zwei Schritten auf ihre Betriebstemperatur von 1,9 Kelvin (−271,25 °C) heruntergekĂŒhlt, nahe dem absoluten Nullpunkt. Im ersten Schritt werden sie mit 10.080 Tonnen flĂŒssigem Stickstoff auf 80 K (−193,2 °C) vorgekĂŒhlt, im zweiten Schritt mittels 100 Tonnen flĂŒssigen Heliums auf ihre Endtemperatur gebracht.cite-ref-35[35]cite-ref-36[36] Um die Magnete auf ihrer Betriebstemperatur zu halten, sind sie stĂ€ndig von etwa 60 Tonnen flĂŒssigem Helium im suprafluiden Zustand umgeben. In diesem Zustand hat Helium eine besonders gute WĂ€rmeleitfĂ€higkeit. Insgesamt werden am LHC 140 Tonnen Helium fĂŒr KĂŒhlzwecke bevorratet.cite-ref-37[37] Der LHC ist daher der grĂ¶ĂŸte Kryostat, der bis jetzt gebaut wurde (Stand: 2018).cite-ref-38[38]cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]

Beim Betrieb der Beschleunigeranlage mĂŒssen neben den GezeitenkrĂ€ften, die den Umfang des Rings um etwa 1 mm verĂ€ndern, der Wasserstand des Genfer Sees und andere StöreinflĂŒsse von außen berĂŒcksichtigt werden.cite-ref-41[41]

Protonenmodus

FĂŒr den Protonenmodus im LHC war eine Schwerpunktsenergie von 14 TeV vorgesehen; dies entspricht 99,9999991 % der Lichtgeschwindigkeit. Bisher wurden 13,6 TeV erreicht.cite-ref-42[42] Um solche Energien zu erreichen, werden die Protonen nacheinander durch eine Reihe von Systemen beschleunigt. Zuerst werden negative Wasserstoffionen in einem Linearbeschleuniger auf eine Energie von 160 MeV gebracht.cite-ref-43[43] Anschließend werden die Elektronen entfernt, und die Protonen werden mittels der bereits vor dem Bau des LHC existierenden Ringe des Proton Synchrotron Booster, des Proton Synchrotron und des Super Proton Synchrotron auf 450 GeV beschleunigt, bis sie schließlich in den Hauptring des LHC eingefĂ€delt werden und dort ihre angestrebte Energie erreichen. Die Beschleunigung der Protonen erfolgt nach dem Synchrotronprinzip durch ein hochfrequentes elektrisches Wechselfeld und dauert etwa 20 Minuten.

Die Protonen werden in den Strahlröhren zu Paketen gebĂŒndelt. Die LĂ€nge dieser Pakete betrĂ€gt einige Zentimeter, der Durchmesser etwa 1 mm. In der NĂ€he der Kollisionszone wird der Strahl auf eine Breite von etwa 16 ÎŒm komprimiert. Jedes Paket enthĂ€lt ĂŒber 100 Milliarden Protonen. Im Vollbetrieb soll der LHC mit etwa 2800 Paketen gefĂŒllt werden, die mit einer Frequenz von 11 kHz umlaufen, also 11.000-mal pro Sekunde. Im normalen Betrieb bleibt ein Protonenpaket bis zu einem Tag in der Strahlröhre.

Beim Kreuzen der Strahlen durchdrangen sich in der Kollisionszone bis zur UmrĂŒstung 2013 bis 2014 alle 50 Nanosekunden zwei Protonenpakete. Seit 2015 ist der Abstand zwischen den Kollisionen nur noch 25 Nanosekunden.cite-ref-25ns-21-1[21] Beim regulĂ€ren Betrieb treffen etwa je 20 bis 40 Protonen beider Pakete tatsĂ€chlich aufeinander, das sind dann bis zu 800 Millionen Kollisionen pro Sekunde. Die Design-LuminositĂ€tcite-ref-44[44] von 1034 cm−2s−1 wurde erstmals im Juni 2016 erreicht,cite-ref-designlumi-45-0[45] im Laufe des Jahres 2017 konnte die Kollisionsrate verdoppelt werden.cite-ref-endof2017-24-1[24]

Bleimodus

Zur Herstellung eines Strahls von Blei-Atomkernen wird zunĂ€chst isotopenreines Blei (208Pb) in einem Mikroofen erhitzt und der entstehende Bleidampf in einer Electron-Cyclotron-Resonance Ionenquelle (ECRIS) ionisiert. Unter den unterschiedlichen erzeugten LadungszustĂ€nden werden die am hĂ€ufigsten auftretenden 208Pb29+-Ionen ausgewĂ€hlt und auf 4,2 MeV pro Nukleon beschleunigt. Danach dient eine Kohlenstoff-Folie als „Stripper“, das heißt, beim Durchgang durch die Folie verlieren die Blei-Ionen weitere Elektronen. Die meisten verlieren 25 Elektronen und liegen jetzt als Pb54+-Ionen vor. Diese Blei-Ionen werden im Low Energy Ion Ring (LEIR) auf 72 MeV pro Nukleon beschleunigt, nachfolgend im Proton Synchrotron (PS) auf 5,9 GeV pro Nukleon. Beim Flug durch eine zweite Stripperfolie verlieren die Bleikerne alle noch verbliebenen Elektronen, es handelt sich nun um vollstĂ€ndig ionisiertes Pb82+. Schließlich werden diese Kerne im Super Proton Synchrotron (SPS) auf 117 GeV pro Nukleon beschleunigt und in den LHC eingespeist, der sie auf 2,76 TeV pro Nukleon bringt.cite-ref-46[46] Insgesamt findet die Kollision der Bleikerne – mit je 208 Nukleonen – somit bei einer Schwerpunktsenergie von 1148 TeV (0,2 mJ) statt, das entspricht etwa der Bewegungsenergie einer Fliege im Flug.

LHC im Vergleich zu LEP und Tevatron

Im Tevatron, dem anderen großen Ringbeschleuniger mit gegenlĂ€ufigen Strahlen, liefen Teilchen mit entgegengesetzten Ladungen in entgegengesetzter Richtung in den beiden Strahlrohren um. Nach demselben Prinzip arbeitete der LHC-VorgĂ€nger LEP. Alle Teilchen bewegen sich auf ihrer Bahn durch ein gleich gerichtetes Magnetfeld. Durch die relativistische Lorentzkraft erfahren sie die erforderliche Ablenkung nach innen und werden so auf ihrer ringförmigen Bahn gehalten. Beim LHC tragen die gegenlĂ€ufigen Protonen bzw. Bleiionen jedoch die gleiche Ladung. In den beiden Strahlrohren muss daher das Magnetfeld in entgegengesetzte Richtungen zeigen, um alle Teilchen nach innen abzulenken. Nach dem Konzept von John Blewett (1971) wird dies durch ein etwa ringförmiges Magnetfeld erreicht, welches das eine Strahlrohr von oben nach unten und das andere von unten nach oben durchdringt.cite-ref-evans-3-8[3]

WĂ€hrend im LEP Elektronen und Positronen, also die Antiteilchen zueinander, zur Kollision gebracht wurden, werden am LHC je nach Betriebsmodus Protonen oder Bleikerne beschleunigt und zur Kollision gebracht. Aufgrund der wesentlich grĂ¶ĂŸeren Masse der Hadronen verlieren sie weniger Energie durch Synchrotronstrahlung und können so eine weitaus grĂ¶ĂŸere Energie erreichen. Die im Vergleich zu den vorherigen Experimenten höhere Schwerpunktsenergie ermöglicht die Erforschung neuer Energiebereiche. Durch die Entscheidung fĂŒr Protonen statt Antiprotonen im zweiten Strahl, wie etwa am Tevatron, konnte darĂŒber hinaus eine höhere LuminositĂ€t erreicht werden. Die hohe Teilchendichte an den Wechselwirkungspunkten fĂŒhrt zu den erwĂŒnschten hohen Ereignisraten in den Teilchendetektoren und ermöglicht es, grĂ¶ĂŸere Datenmengen in kĂŒrzerer Zeit zu sammeln.

Sicherheitsmaßnahmen

Die Gesamtenergie der in den Tunneln umlaufenden Strahlen liegt im Protonenmodus bei bis zu 500 Megajoule, geplant ist eine Erhöhung auf 600 MJ. Dies entspricht der kinetischen Energie zweier mit 150 km/h fahrenden ICEcite-ref-leitf-33-1[33] und wĂŒrde genĂŒgen, um etwa eine halbe Tonne Kupfer zu schmelzen. Im Falle eines unkontrollierten Strahlverlustes wĂŒrde die Beschleunigeranlage stark beschĂ€digt werden.cite-ref-leitf-33-2[33] Lyn Evans, ab 1994 der Projektleiter des LHC, spricht von einer Energiemenge, wie sie in 80 kg TNT enthalten ist.cite-ref-krause2013-47-0[47] Die Anlage ist deshalb so ausgelegt, dass innerhalb von drei UmlĂ€ufen, also weniger als 300 Mikrosekunden, ein instabil werdender Strahl registriert und durch besondere Magnete in einen speziellen Seitenarm des Tunnels ausgeleitet wird. Dort befindet sich ein besonderer Strahlstopper, der aus einer Reihe von Graphitplatten unterschiedlicher Dichte aufgebaut ist und den Strahl abfangen kann.cite-ref-leitf-33-3[33] Die in den Dipolmagneten gespeicherte Energie ist mit 11 GJ noch wesentlich höher. Der Strom in den Magnetspulen wird bei Bedarf durch zugeschaltete WiderstĂ€nde geleitet und die Energie in WĂ€rme umgewandelt.cite-ref-48[48] Die BeschĂ€digungen bei dem Unfall, der 2008 beim Start des Beschleunigerbetriebs auftrat (siehe Abschnitt Geschichte), rĂŒhrten von dieser in den Magneten gespeicherten Energie her.

Sowohl der Teilchenstrahl auf seiner gekrĂŒmmten Bahn als auch die Kollisionen erzeugen unvermeidbar Strahlung. Der Aufenthalt im Tunnel und den Kavernen der Detektoren ist wĂ€hrend der Strahlzeiten nicht möglich. Wartungsarbeiten werden durch aktive und passive Strahlenschutzmaßnahmen begleitet.cite-ref-49[49] Das Erdreich ĂŒber dem Tunnel hĂ€lt die Streustrahlung wĂ€hrend des Betriebs und die RestradioaktivitĂ€t wirksam zurĂŒck. Die Luft aus dem Beschleunigertunnel wird gefiltert mit dem Ziel, die freigesetzte RadioaktivitĂ€t fĂŒr die Anlieger stets unter dem Wert von 10 ÎŒSv pro Jahr zu halten.cite-ref-leitf-33-4[33]

Detektoren

Die Kollision der Protonen durch Kreuzung der beiden Protonenstrahlen erfolgt in vier unterirdischen Kammern entlang des Beschleunigerrings. In den Kammern befinden sich die vier großen Teilchendetektoren ATLAS, CMS, LHCb und ALICE. Die Detektoren TOTEM und LHCf sind sehr viel kleiner und befinden sich in den Kammern des CMS- beziehungsweise ATLAS-Experimentes. Sie untersuchen nur Teilchen, die einander bei den Kollisionen streifen statt aufeinander zu prallen. Daneben sind noch weitere spezielle Experimente mit dazugehörigen Detektoreinheiten geplant, wie zum Beispiel MoEDAL fĂŒr die Suche nach magnetischen Monopolen sowie Relikten mikroskopischer Schwarzer Löcher und supersymmetrischer Teilchen. Der Detektor FASER sucht nach langlebigen hypothetischen Teilchen, zum Beispiel dunklen Photonen, und misst Neutrinowechselwirkungen bei hohen Energien.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51]

Die Zielrichtung der vier großen Detektorsysteme lĂ€sst sich vereinfacht folgendermaßen zusammenfassen:

| Detektor | Beschreibung |
|---|---|
| ATLAS | Suche nach dem Higgs-Boson, Supersymmetrie und nach etwaigen Substrukturen der Leptonen und Quarks , Studium der Kollisionen schwerer Ionen. Am ATLAS-Experiment nehmen ungefÀhr 6000 Personen [ 52 ] aus 243 Instituten [ 53 ] weltweit teil. |
| CMS | Suche nach dem Higgs-Boson, Supersymmetrie und nach etwaigen Substrukturen der Leptonen und Quarks , Studium der Kollisionen schwerer Ionen. Die CMS-Gruppe umfasst etwa 3500 Personen aus 200 wissenschaftlichen Instituten. |
| ALICE | Untersuchung des extrem dichten und energiereichen Quark-Gluon-Plasmas , dem Materiezustand unmittelbar nach dem Urknall . Über 1000 Mitarbeiter. |
| LHCb | Unter anderem spezialisiert auf die Untersuchung von ZerfÀllen von Hadronen , die ein bottom - oder charm-Quark enthalten, PrÀzisionsmessungen zur CP-Verletzung oder zu seltenen ZerfÀllen als sensitive Tests des Standardmodells . Etwa 800 Mitarbeiter. |

Die komplexe innere Struktur der Protonen fĂŒhrt dazu, dass bei Kollisionen oft viele verschiedene Teilchen entstehen. Dies fĂŒhrt zu hohen Anforderungen an die Detektorsysteme, die diese Teilchen und ihre Eigenschaften möglichst vollstĂ€ndig erfassen sollen. Da die entstehenden Teilchen sehr vielfĂ€ltig in ihren Eigenschaften sind, werden verschiedene Detektorkomponenten benötigt, die spezifisch fĂŒr bestimmte Fragestellungen geeignet sind. Eine Ausnahme bilden lediglich die entstehenden Neutrinos, die nicht direkt detektiert werden können. Dabei ist die Bestimmung des Ursprungsortes der jeweiligen Kollisionsprodukte von entscheidender Bedeutung: Dieser muss nicht mit dem Kollisionspunkt der Protonen ĂŒbereinstimmen, da ein Teil der kurzlebigen Produkte noch wĂ€hrend des Fluges durch den Detektor zerfĂ€llt.

Der Grundaufbau der Detektoren besteht aus einer Aneinanderreihung verschiedener Detektorenteile unterschiedlicher Bauart und Wirkungsprinzipien, die nach dem Zwiebelschalenprinzip den Kollisionspunkt möglichst vollstĂ€ndig umgeben. Starke Magnetfelder supraleitender Magnete sorgen fĂŒr eine Ablenkung der geladenen Teilchen. Aus der BahnkrĂŒmmung lassen sich spezifische Ladung und Impuls geladener Teilchen bestimmen. Die innerste Schicht ist der sogenannte Spurdetektor, ein Halbleiterdetektor mit feiner Ortsauflösung. Ihn umgeben ein elektromagnetisches und ein hadronisches Kalorimeter und ein Spektrometer fĂŒr Myonen.

Die Bleikerne werden hauptsĂ€chlich im ALICE-Detektor zur Kollision gebracht, der eigens fĂŒr die Messung dieser Kollisionen gebaut wurde. In geringerem Umfang untersuchen auch ATLAS und CMS solche Schwerionen-Kollisionen. DarĂŒber hinaus können Bleikerne mit Protonen zur Kollision gebracht werden, was von allen vier großen Detektoren untersucht wird.

Datenanalyse

Die Datenmenge, die im Betrieb durch aufgezeichnete Detektorsignale oder Computersimulationen anfĂ€llt, wird auf 30 Petabyte pro Jahr geschĂ€tzt.cite-ref-54[54] Sie wĂ€re wesentlich grĂ¶ĂŸer, wenn nicht ausgeklĂŒgelte Trigger auf Hard- und Softwareebene einen Großteil der Messsignale bereits vor der Verarbeitung oder dauerhaften Speicherung verwĂŒrfen. Allein die Datenmenge des CMS-Detektors ist mit der einer 70-Megapixel-Kamera vergleichbar, die 40 Millionen Bilder pro Sekunde macht. Ohne Trigger wĂ€ren solche Datenmengen mit aktueller Technik nicht beherrschbar. So werden am ATLAS-Detektor in der ersten Triggerstufe von den Daten der 40 Millionen Strahlkreuzungen pro Sekunde etwa 75.000 ausgewĂ€hlt. Von diesen passieren weniger als 1000 die zweite Triggerstufe, und nur diese Ereignisse werden vollstĂ€ndig analysiert. Letzten Endes werden etwa 200 Ereignisse pro Sekunde dauerhaft gespeichert.cite-ref-55[55]

„Die Datenflut in den Detektoren wird wĂ€hrend der Kollisionen so gewaltig sein, dass sie den Informationsfluss in allen Kommunikationsnetzen der Welt zusammengenommen ĂŒbertrifft. Kein Datenspeicher existiert, der sie aufnehmen könnte, weshalb die Rechner den digitalen Tsunami schon in den ersten Nanosekunden sichten und 99,9 Prozent davon aussortieren mĂŒssen und zwar nach Kriterien, die auf gerade jenen Theorien beruhen, die der LHC eigentlich prĂŒfen soll. Nicht ausgeschlossen, dass die Supermaschine die wirklich revolutionĂ€ren Daten einfach löscht.“

–

Tobias HĂŒrter

,

Max Rauner

:

Faszination Kosmos: Planeten, Sterne, schwarze Löcher (2008)

Um diese reduzierte Datenmenge zu verarbeiten, ist die benötigte Rechnerleistung immer noch so groß, dass dafĂŒr etwa 170 weltweit verteilte Computercluster verwendet werden. Diese sind zu einem Computernetzwerk verbunden, dem LHC Computing Grid.cite-ref-57[57]

FĂŒr die Simulation der Teilchenbahnen im Beschleunigerring werden im LHC@Home-Projekt Computerbesitzer eingebunden, die nach dem Prinzip des verteilten Rechnens die Rechenleistung ihres Privatcomputers zur VerfĂŒgung stellen.

Stromversorgung

Haupteinspeisepunkt fĂŒr die Versorgung des CERN mit elektrischer Energie ist das 400-kV-Umspannwerk Prevessin, das ĂŒber eine kurze Stichleitung mit dem 400-kV-Umspannwerk Bois-Toillot in Verbindung steht. Eine weitere Einspeisung erfolgt mit 130 kV in der Station Meyrin. Von diesen Einspeisepunkten fĂŒhren 66-kV- und 18-kV-Erdkabel zu den grĂ¶ĂŸeren Umspannpunkten, wo eine Umspannung auf die Betriebsspannung der EndgerĂ€te (18 kV, 3,3 kV und 400 V) erfolgt.cite-ref-58[58] FĂŒr den Fall eines Stromausfalls sind in den Experimentierstationen Notstromaggregate mit Leistungen von 275 kVA und 750 kVA installiert, fĂŒr besonders empfindliche GerĂ€te ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewĂ€hrleistet.

Der Speicherring benötigt eine elektrische Leistung von 120 MW. Zusammen mit dem KĂŒhlsystem und den Experimenten ergibt sich ein Leistungsbedarf von etwa 170 MW. Wegen der höheren Stromkosten wird der LHC im Winter teilweise abgeschaltet, wodurch sich die benötigte Leistung dann auf 35 MW reduziert. Der maximale Jahresenergieverbrauch des LHC wird mit 700–800 GWh angegeben. Zum Vergleich: Das sind knapp 10 % des Verbrauchs des Kantons Genf.cite-ref-59[59]cite-ref-60[60] Dabei ist der Energieverbrauch beim LHC durch den Einsatz supraleitender Magnete geringer als bei VorgĂ€ngerexperimenten wie dem LEP.cite-ref-61[61]

Kosten

Die unmittelbaren Kosten fĂŒr das LHC-Projekt, ohne die Detektoren, belaufen sich auf etwa 3 Milliarden Euro. Bei der Bewilligung der Konstruktion im Jahr 1995 wurde ein Budget von 2,6 Milliarden Schweizer Franken (damals entsprechend 1,6 Milliarden Euro) fĂŒr den Bau des LHC und der unterirdischen Hallen fĂŒr die Detektoren veranschlagt. Doch bereits 2001 wurden zusĂ€tzliche Kosten von 480 Millionen Schweizer Franken (etwa 300 Millionen Euro) fĂŒr den Beschleuniger veranschlagt,cite-ref-62[62] wovon allein 180 Millionen Schweizer Franken (120 Millionen Euro) auf die supraleitenden Magnete entfielen. Weitere Kostensteigerungen entstanden durch technische Schwierigkeiten beim Bau der unterirdischen Halle fĂŒr das Compact Muon Solenoid, teilweise aufgrund defekter Teile, die von den Partnerlaboratorien Argonne National Laboratory, Fermilab und KEK zur VerfĂŒgung gestellt worden waren.cite-ref-63[63]

Bei der ersten lĂ€ngeren UmrĂŒstungsphase (Februar 2013 bis April 2015) entstanden fĂŒr Arbeiten direkt am LHC Kosten in Höhe von etwa 100 Millionen Schweizer Franken.cite-ref-64[64]

BefĂŒrchtungen vor der Inbetriebnahme 2008

In der Physik jenseits des Standardmodells existieren theoretische Modelle, nach denen es möglich ist, dass am LHC mikroskopische Schwarze Löcher oder seltsame Materie erzeugt werden könnten. Vereinzelt gibt es Warnungen, der LHC könnte die Erde zerstören.cite-ref-65[65]cite-ref-66[66]cite-ref-67[67] Eine Gruppe um den Biochemiker Otto Rössler reichte beim EuropĂ€ischen Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte eine Klage gegen die Inbetriebnahme des LHC ein. Der damit verbundene Eilantrag wurde im August 2008 vom Gericht abgewiesen.cite-ref-68[68] Das deutsche Bundesverfassungsgericht lehnte die Annahme einer Verfassungsbeschwerde im Februar 2010 wegen fehlender grundsĂ€tzlicher Bedeutung und mangelnder Aussicht auf Erfolg ab.cite-ref-69[69] Fachwissenschaftler stellten wiederholt fest, dass vom LHC und anderen Teilchenbeschleunigern keine Gefahren ausgehen. Die tragenden Argumente sind, dass erstens die theoretisch möglichen, mikroskopischen Schwarzen Löcher unmittelbar zerstrahlen wĂŒrden, anstatt wie befĂŒrchtet immer mehr Masse bzw. Energie aus der Umgebung aufzunehmen, und dass zweitens die natĂŒrliche kosmische Strahlung stĂ€ndig mit noch höherer Energie als im LHC auf die ErdatmosphĂ€re und auf andere Himmelskörper trifft, ohne dabei Katastrophen zu verursachen.cite-ref-70[70]cite-ref-71[71]cite-ref-72[72]cite-ref-73[73]cite-ref-74[74]cite-ref-75[75]

Forschungsziele und bisherige Ergebnisse

Grundlagenforschung

Die Wissenschaftler erhoffen sich von den Experimenten am LHC die Beantwortung fundamentaler Fragen zu den GrundkrÀften der Natur, der Struktur von Raum und Zeit sowie dem Zusammenhang zwischen Quantenphysik und RelativitÀtstheorie. Die Experimente am LHC werden entweder das Standardmodell der Elementarteilchenphysik bestÀtigen oder aber aufzeigen, dass Korrekturen am physikalischen Weltbild nötig sind.

Die hohe Kollisionsenergie des LHC hat zur Folge, dass nicht die Protonen als Ganzes, sondern deren einzelne Bestandteile, Quarks und Gluonen, unabhĂ€ngig voneinander kollidieren. In den meisten FĂ€llen ist von jedem der beiden Protonen jeweils nur ein einziges Quark oder Gluon am Stoß beteiligt. Zwar hat die Energie der Protonen vor der Kollision einen exakt definierten Wert, doch können Energie und Impuls einzelner Quarks oder Gluonen entsprechend der Parton-Verteilungsfunktionen in einem großen Bereich variieren, sodass die Kollisionsenergie der beiden eigentlich relevanten Stoßpartner nicht genau festgelegt werden kann. Aufgrund dessen ist es einerseits möglich, trotz konstanter Energie der Protonen in einem großen Energiebereich nach neu erzeugten Teilchen zu suchen, weshalb der LHC als eine „Entdeckungsmaschine“ bezeichnet wird. Andererseits wird die Möglichkeit eingeschrĂ€nkt, bestimmte Eigenschaften dieser neuen Teilchen prĂ€zise zu vermessen. Aus diesem Grund wird bereits ĂŒber einen Nachfolger des LHC nachgedacht. Im International Linear Collider sollen dann, wie vormals bereits im LEP, abermals Elektronen und Positronen zur Kollision gebracht werden.cite-ref-zukunft-76-0[76] Deren Energie ist exakt einstellbar und im Gegensatz zu Protonen haben sie keine – zumindest keine bekannte – Substruktur.

Das Higgs-Boson

Eine der Hauptaufgaben des LHC war die Suche nach dem Higgs-Boson, dem letzten noch nicht endgĂŒltig nachgewiesenen Teilchen des Standardmodells der Teilchenphysik. Am 4. Juli 2012 berichteten die Forschergruppen an den Detektoren ATLAS und CMS, dass sie ein neues Boson gefunden haben, weitere Messungen bestĂ€tigten, dass sich das Teilchen wie vom Higgs-Boson erwartet verhĂ€lt. Das Higgs-Boson bestĂ€tigt Theorien, mittels der die Massen der Elementarteilchen in das Standardmodell beziehungsweise in die Glashow-Weinberg-Salam-Theorie der elektroschwachen Wechselwirkung eingefĂŒhrt werden.cite-ref-higgs-production-77-0[77]cite-ref-cern20120704-78-0[78] Anders gesagt bestĂ€tigt das Higgs-Boson die Existenz des sogenannten Higgs-Feldes und des zugrundeliegenden Higgs-Mechanismus; dieses Feld ist im Universum allgegenwĂ€rtig und fĂŒhrt durch Wechselwirkung mit den Elementarteilchen zu deren Masse.

FĂŒr die schon 1964 veröffentlichte zugehörige Theorie wurde François Englert und Peter Higgs 2013 der Nobelpreis fĂŒr Physik verliehen.cite-ref-nobel-2-1[2]

Quark-Gluon-Plasma

Der im Vergleich zu Protonenkollisionen seltener angewandte Betriebsmodus der Kollision von Bleikernen dient dazu, kurzzeitig ein sehr hochenergetisches Plasma quasifreier Quarks und Gluonen zu erzeugen, ein sogenanntes Quark-Gluon-Plasma. Am Detektor ALICE werden auf diese Weise die Bedingungen nachgebildet und untersucht, die gemĂ€ĂŸ dem Urknallmodell kurz nach dem Urknall geherrscht haben.cite-ref-79[79]

PrÀzisierung von Standardmodellparametern

Im Vergleich zu frĂŒheren Beschleunigern verfĂŒgt der LHC ĂŒber einen höheren Energiebereich sowie ĂŒber eine höhere Datenrate. Somit ist er geeignet, die Eigenschaften bereits nachgewiesener Elementarteilchen des Standardmodells genauer zu bestimmen als dies in VorgĂ€ngerexperimenten möglich war. So konnte am VorgĂ€ngerexperiment Tevatron das schwerste der bisher bekannten Elementarteilchen, das Top-Quark, zwar nachgewiesen, seine Eigenschaften aber aufgrund der geringen Anzahl der produzierten Teilchen und der daraus resultierenden schlechten Statistik nur sehr ungenau bestimmt werden. Am LHC dagegen werden Top-Quarks in großer Anzahl erzeugt, was ein genaueres Studium der Eigenschaften dieses Teilchens ermöglicht. Er ist damit die erste sogenannte „t-Fabrik“.cite-ref-top-physics-80-0[80] DarĂŒber hinaus wurden am LHC mehrere neue Hadronen gefunden,cite-ref-81[81]cite-ref-82[82]cite-ref-83[83] beispielsweise das χb(3P)-Meson oder das Ξcc-Baryon.

Ein weiteres wichtiges Forschungsfeld ist die Materie-Antimaterie-Asymmetrie im Universum, die von den gĂ€ngigen Urknalltheorien nicht erklĂ€rt wird. Unter Asymmetrie wird die Tatsache verstanden, dass das sichtbare Universum ausschließlich aus Materie und nicht zu gleichen Teilen aus Materie und Antimaterie aufgebaut ist. Das Studium der B-Physik, schwerpunktmĂ€ĂŸig am LHCb-Experiment, soll helfen, die CKM-Matrix genauer zu vermessen. Diese Matrix enthĂ€lt einen CP-verletzenden Anteil, der einen wichtigen Baustein fĂŒr die ErklĂ€rung der Materie-Antimaterie-Asymmetrie darstellt. Die GrĂ¶ĂŸe der durch das Standardmodell vorhergesagten CP-Verletzung kann jedoch die beobachtete Asymmetrie nicht erklĂ€ren, sodass die Messungen auch dazu dienen, nach Abweichungen vom Standardmodell zu suchen.cite-ref-84[84] Dabei konnte die LHCb-Kollaboration erstmals CP-Verletzung bei Bs-Mesonen nachweisen.cite-ref-85[85]

Zu den Tests des Standardmodells zÀhlt zudem die Erforschung des seltenen Zerfalls des Bs0-Mesons in zwei Myonen, der erstmals am LHC beobachtet wurde.cite-ref-86[86] Die Vorhersage, dass etwa drei von einer Milliarde Bs0-Mesonen auf genau diese Weise zerfallen, wurde im LHCb-Detektor und danach von CMS bestÀtigt.cite-ref-87[87] Ganz ohne diesen Zerfall wÀre ein solches Messergebnis ansonsten lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von unter 0,001 % möglich.

Physik jenseits des Standardmodells

Siehe auch

:

Physikmodelle neben dem Standardmodell

Über die ÜberprĂŒfung des Standardmodells und die genauere Vermessung seiner Parameter hinaus wird am LHC intensiv nach Hinweisen fĂŒr Physik jenseits des Standardmodells (englisch Physics beyond the Standard Model) gesucht. Der mit Abstand grĂ¶ĂŸte Aufwand wird dabei fĂŒr das Auffinden von Hinweisen auf Supersymmetrie betrieben. Da die supersymmetrische Erweiterung des Standardmodells sehr komplex ist, werden am LHC hauptsĂ€chlich bestimmte supersymmetrische Modelle getestet, wie etwa das minimale supersymmetrische Standardmodell (MSSM). Einige in diesen Modellen neu auftauchende Teilchen, beispielsweise das leichteste supersymmetrische Teilchen, stellen eine mögliche teilchenphysikalische ErklĂ€rung fĂŒr die in der Astrophysik postulierte Dunkle Materie dar. Des Weiteren ist Supersymmetrie Bestandteil der meisten Modelle, welche die drei Wechselwirkungen des Standardmodells vereinigen – sogenannte große vereinheitlichte Theorien. Zudem ist sie notwendig fĂŒr die Superstringtheorie. In Fachkreisen wird angenommen, dass viele Superpartner eine Masse im Bereich von ungefĂ€hr 100 GeV bis 1 TeV haben und somit prinzipiell am LHC erzeugt und vermessen werden können. Ein typisches Signal fĂŒr Supersymmetrie wĂ€re die Erzeugung elektrisch neutraler Superpartner.cite-ref-susy-88-0[88] Diese möglichen Teilchen Dunkler Materie können vom Detektor zwar nicht direkt registriert werden, machen sich jedoch bei der Rekonstruktion des gesamten Kollisionsprozesses ĂŒber spezielle Zerfallssignaturen mit hohem fehlendem Impuls bemerkbar. Viele der getesteten Modellvarianten gelten auf Grund der Ergebnisse der LHC-Experimente bereits als ausgeschlossen.cite-ref-89[89] Auch die aktuellsten Suchen nach supersymmetrischen Teilchen (Stand 05/2019) waren erfolglos.cite-ref-90[90]

Ein weiteres Forschungsobjekt innerhalb der Physik jenseits des Standardmodells sind aufgrund ihrer geringen GrĂ¶ĂŸe bislang unentdeckte Raumdimensionen. Diese Extradimensionen könnten sich bemerkbar machen durch verstĂ€rkte Wechselwirkung mit Gravitonen,cite-ref-91[91] durch den Nachweis von Kaluza-Klein-Teilchen oder durch die Erzeugung kurzlebiger mikroskopischer Schwarzer Löcher.cite-ref-92[92]

Zukunft

Ende 2025[veraltet] soll eine gut drei Jahre dauernde UmrĂŒstphase erfolgen („Long shutdown 3“).cite-ref-longtermschedule-93-0[93] Die genaue Umsetzung der Verbesserungen wird auch von den bis dahin gemachten Entdeckungen abhĂ€ngen. Es ist geplant, den Beschleuniger und die Experimente auf eine noch höhere LuminositĂ€t vorzubereiten (High Luminosity LHC, HL-LHC). Dies soll voraussichtlich bis Anfang 2029 geschehen.cite-ref-highlumi-94-0[94] Dazu muss die Anzahl der umlaufenden Teilchen weiter gesteigert werden. Zudem werden neue Quadrupole eingesetzt, um den Teilchenstrahl besser zu fokussieren. Außerdem sind spezielle KavitĂ€ten, sogenannte Crab Cavities, geplant, die die lĂ€nglichen Teilchenpakete kurz vor dem Interaktionspunkt so drehen, dass sie möglichst zentral kollidieren und einander somit besser durchdringen.

FĂŒr die fernere Zukunft gibt es mehrere Ideen, wie der Beschleuniger weiter genutzt werden kann. Ein Konzept sieht die UmrĂŒstung des LHC auf noch höhere Energien vor (High Energy LHC). Dazu wĂ€re es erforderlich, die FeldstĂ€rke sĂ€mtlicher Dipolmagnete von gegenwĂ€rtig 8,3 Tesla auf 20 Tesla zu erhöhen und neuartige Quadrupole einzusetzen, wodurch Energien von 16,5 TeV (Schwerpunktsenergie 33 TeV) erreicht werden könnten. Darunter wĂŒrde dann allerdings die LuminositĂ€t leiden, da nur noch halb so viele Teilchenpakete beschleunigt werden könnten. Auch die UmrĂŒstung zu einem Hadron-Electron-Collider (LHeC) wĂ€re möglich.cite-ref-95[95] Eine weitere Option fĂŒr die fernere Zukunft ist, den LHC als Vorbeschleuniger fĂŒr einen Future Circular Collider zu nutzen, der in etwa 150 m–300 m Tiefe verlaufen wĂŒrde und einen Umfang von ca. 100 km haben soll. 2026 sollen dazu weitere BeschlĂŒsse fallen, der Bau soll im 21. Jahrhundert abgeschlossen werden.

Weblinks

Commons

: Large Hadron Collider

– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Wikinews: Large Hadron Collider

– in den Nachrichten

‱ Homepage des LHC am CERN
‱ Informationen zum LHC – Daten, Fakten und Funktionen (private Seite)
‱ LHC Portal – Webportal zu Seiten des CERN ĂŒber den Beschleuniger und die Detektoren
‱ Website der deutschen LHC-Forscher mit aktuellen Geschichten und Hintergrundinformationen
‱ AusfĂŒhrliche Seite ĂŒber den LHC Auf: weltderphysik.de.
‱ Bilder- und Videosammlung rund um den LHC auf dem CERN Document Server.

Literatur

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‱ CERN Communication group: Destination Universe. The incredible journey of a proton in the Large Hadron Collider. CERN, Genf 2008, ISBN 978-92-9083-316-1. Online. (PDF; 155 MB).

CERN Kommunikationsgruppe (Übersetzung Th. Naumann): LHC – ein Leitfaden. CERN, 2009 (PDF; 6,0 MB). Abgerufen am 30. Juli 2013.

‱ Don Lincoln: Die Weltmaschine. Der LHC und der Beginn einer neuen Physik. Spektrum Akademischer Verlag, 2011, ISBN 978-3-8274-2463-1.
‱ Jörg Resag: Die Entdeckung des Unteilbaren. Quanten, Quarks und der LHC. Springer, 2010, ISBN 978-3-8274-2485-3.
‱ Gian Francesco Giudice: Odyssee im Zeptoraum. Eine Reise in die Physik des LHC. Springer, 2012, ISBN 978-3-642-22394-5 (englisch).

Einzelnachweise

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46.2333333333336.05coordinatesKoordinaten: 46° 14â€Č 0″ N, 6° 3â€Č 0″ O; CH1903: 492881 / 121160